Hohe und Prächtige Fetthenne

Die Hohe Fetthenne oder Große Fetthenne (Sedum telephium) ist eine in Europa heimische Staude und gehört zur Familie der Dickblattgewächse. Die meisten in Gärten angepflanzten Sorten sind natürlich zücherterisch veredelt. Es gibt sie in vielen Farben und Größen. Zu den Hohen Fetthennen gehört auch die Pracht-Fetthenne (Sedum spectabile) diese stammt ursprünglich aus Ostasien.

Fetthennen gehören zu meinen Lieblingsstauden – die hohen und auch die niedrigen Polster-Fetthennen. Sie sind robust und pflegeleicht und bieten vom Frühjahr bis in den Herbst einen schönen Anblick. Von den Blüten der Hohen Fetthennen profitieren viele Insekten im Spätsommer und Herbst. Wenn man die vertrockneten Blütenstände und Blätter im Winter stehen lässt – was man auch im Hinblick auf Insekten tun sollte – sind sie auch dann noch attraktiv, z.B. mit Raureif oder Schnee bedeckt.

Vermutlich eine Pracht-Fetthenne (Sedum spectabile) ist diese aus dem Garten meiner Eltern – ich nenne sie daher Fetthenne „Glösa“. Vor ca. 10 Jahren bekam ich 2 Pflanzen für meinen Kleingarten. Letztes Jahr nun zog ein Exemplar von dort in den Mini-Hausgarten und ist prächtig eingewachsen. Schade, dass ich es meinen Eltern nicht mehr zeigen kann …

Dachbegrünung

Ein Gründach ersetzt ein Stück des versiegelten Bodens – auch wenn es nur ein Mini-Dach ist. Es wirkt sich positiv auf das Kleinklima aus, bietet Insekten Lebensraum und ist schön anzuschauen :-)

Als ich vor 3 Jahren den Mülltonnen-Unterstand aufbaute, gab es bereits die Idee der Dachbegrünung – wurde jedoch mangels Zeit vorerst verworfen. Anfang diesen Jahres fegte ein Sturm die Dachpappe vom Mülltonnendach. Das war der Fingerzeig für den Start des Projekts Dachbegrünung.

Im Laufe des Sommers ertüchtigte ich dafür die 2 qm Holzdach mit einer Abdichtung aus Teichfolie sowie einer Aufkantung für die Substrat-Schicht mit 6 cm Höhe. Diese Substrat-Höhe ist ausreichend für eine extensive Dachbegrünung.

Jetzt im September war Zeit für die Bepflanzung mit anspruchslosen Sedum- und Sempervivum-Arten. Als Substrat sind Mineralerde und spezielle Dachstaudenerde im Einsatz, mit hohem Anteil von mineralischen Inhaltsstoffen für Strukturstabilität und Drainagefähigkeit. Unter dem Substrat liegt ein Drainage- und Filtervlies, als Schutz und Wasserspeicher.

Im nächsten Jahr werden hoffentlich alle Pflanzen gut angewachsen sein und blühen. So schön haben es nicht alle Mülltonnen.

Punktierte Zartschrecke

Diese Heuschrecke war falsch abgebogen und in unserer Küche gelandet. Nach meinem dafürhalten handelt es sich um eine männliche Punktierte Zartschrecke. Ich half ihr zurück in die richtige und farblich angemessene Umgebung.

Die Punktierte Zartschrecke (Leptophyes punctatissima) gehört zu der Familie der Laubheuschrecken. Sie ist im Westen und Norden von Deutschland sehr häufig anzutreffen. Sie verfügt über lange Fühler (da eine Langfühlerschrecke), hat aber nur Miniflügel, die sicher nicht zum Fliegen taugen. Ab Mitte August hört man das leise Zirpen der männlichen Punktierte Zartschrecke.

Gemüse-Ernte – Wildtomaten

Dieses Jahr probiere ich Strauch- bzw. Wildtomaten aus. Ebenfalls spontan erst Ende Juni besorgt und gepflanzt: Golden Currant und Gelbe Johannisbeer – die sich später als Rote entpuppte :-)

Wildtomaten sind Sorten die den ursprünglichen Tomaten nahekommen. Sie haben eher kleine, maximal kirschgroße Früchte. Sie bestechen durch ihre Robustheit und Pflegeleichtigkeit. Sie brauchen keinen Dünger, müssen nicht ausgegeizt werden, brauchen wenig Wasser und kommen auch mit ungünstigeren Lagen zurecht.

Golden Currant kam ins kleine Hochbeet und breitet sich dort enorm aus. Es ist fast kein Durchkommen mehr. Und sie wächst und blüht immer weiter. Beim nächsten Anbau muss ich auf jeden Fall ein größeres, stabileres Gestell anbringen. Die gelben, kirschgroßen Früchte wachsen und reifen ständig. Die reifen Tomaten im Zweige-Dschungel zu finden und zu ernten ist gar nicht so einfach.

Die Rote Johannisbeer bekam Platz in einem Kübel auf der Terrasse. Sie blieb eher klein und wenig verzweigt. Für ihre Größe trägt sie aber etliche Früchte, die wirklich nicht viel größer als Johannisbeeren sind. Sie sind aromatisch und recht süß.

Gemüse-Ernte – Gurke, Zucchini, Paprika

Kurz entschlossen und relativ spät (Ende Juni/Anfang Juli) setzte ich noch einige, für mich neue, Gemüsepflanzen in meine Hochbeete – aus den letzten Beständen von Wochenmarkt und Gartencenter: Snackgurke (kleine Schlangengurke), Zucchini „Eight Ball“, Spitzpaprika.

Für’s erste Mal läuft es richtig gut bei Gurke, Zucchini und Paprika. Ich gebe mir auch Mühe mit Gießen und Düngen. Die Gurke bekommt extra angewärmtes Wasser. Sie dankt es gerade mit jeder Menge bildschöner Früchte. Die Zucchini ist etwas langsamer, 2 der runden Früchte konnte ich ernten, es wachsen noch mehr heran. Von den Paprikas waren auch schon einige zu ernten, ein paar werden noch nachkommen.

Die Feuerbohnen waren eher zum Sichtschutz angepflanzt, aus Samen selbst gezogen. Zu ernten gibt es regelmäßig kleine Mengen. Ich verwende die jungen grünen Schoten, weil schnell und einfach zu verarbeiten.

Insekten-Sommer

Reiche Blüte von Natternkopf, Salbei, Oregano, Andorn, Lavendel, Basilikum, Minze, Borretsch, Phlox, Funkien, Kugeldistel, Lauch, Flockenblume u.v.m. locken zahlreiche Insekten an. Einige der Tierchen standen mir für eine Fotografie zur Verfügung.
Wespen freuen sich insbesondere über unsere unbehandelten Holz-Gartenmöbel und nagen sich dort reichlich Material für ihren Nestbau ab. Speziell die Feldwespen sind ganz wild auf die Knospen und Blütenkörbe der Flockenblume, sie knabbern bzw. lecken daran, keine Ahnung warum? Sie vertreiben sogar Bienen und Hummeln von den Blüten.