Die Hütte wird blank gezogen

Wir machen die Gartenhütte nacksch und befreien Decke und Wände von alten Schichten.

Der PVC-Bodenbelag musste weichen – darunter sammelte sich Feuchtigkeit und Moder, entsprechend roch es. Den Innenwänden sind wir mit Spachtel, Meisel und Hammer zu Leibe gerückt: alte Tapeten abgerissen und abgekratzt, lockeren Putz abgeklopft. Unter den Tapeten kam ein Anstrich mit gerollten Mustern zum Vorschein, jede Wand in einer anderen Farbe: rosa, blau, gelb, gelb ;-). Solche Roll-Muster hatten meine Eltern noch bis in die 70er in ihrer Küche.

Die Deckenverkleidung aus Heraklith im Innenraum und an den Vordächern aus Holzlatten und Hartfaserplatten rissen wir ebenso runter. Einiges konnte ich allein bewältigen, für die groben Sachen war wieder der „Kaputtmacher“ Rüdiger im Einsatz. Ein paar alte Wespen- bzw. Hornissen-Nester kamen zum Vorschein, Ameisen haben wir gestört beim wohnen und arbeiten, schadhafte Stellen am hinteren Dachüberstand wurden sichtbar. Ansonsten macht die Deckenkonstruktion einen recht gut erhaltenen Eindruck. Mit dem Holz wurde zwar recht sparsam und nicht besonders schön gearbeitet, aber ich werde die Balken und Bretter nur etwas säubern und offen sichtbar lassen. So sieht man auch sofort, wenn das Dach mal undicht wird.

Entrümpeln und Auslichten

Ich habe viel vor. Der Garten soll eine Umgestaltung erhalten – da habe ich so meine Wünsche und Vorstellungen. Die Gartenhütte muss renoviert und entfeuchtet werden. Es wartet eine Menge Arbeit auf mich und einige Helfer …

Für die Entrümpelung der Gartenhütte bestellte ich meinen lieben Mann Rüdiger zum Kaputtmachen. Im Möbel zerhauen ist er der Beste. Nun muss einiges zum Sperrmüll gebracht werden.

Beim Schneiden der wuchernden Sträucher bin ich noch etwas schüchtern. Deshalb habe ich mir für einen Vormittag Hilfe von der Gärtnerin und Landschaftsplanerin Tini geholt. Wir produzierten einige Haufen Schnittgut und ich habe Mut gefasst und lege zukünftig selbst Hand an Hecken- und Astschere.

Waldmaus im Garten zuhaus

Gestern Abend saß ich auf der kleinen Terrasse vor der Gartenhütte und genoss den Sonnenuntergang. Neben der Hüttentür ist im maroden Boden der Terrasse ein Loch. Mir war aufgefallen das dort ab und zu eine Kastanie oder andere Pflanzenteile lagen und fragte mich, ob dort jemand wohnen mag.

Nun saß ich so, lauschte auf den abendlichen Vogelgesang und schaute auf besagtes Loch. Plötzlich schoben sich große schwarze Knopfaugen in die Öffnung. Ein Schnäuzchen mit langen Tasthaaren tauchte auf und beschnupperte die Lage. Ich saß ganz still und beobachtete … Nach Augen und Nase stülpten sich zwei große runde Ohren hervor und die ganze Maus kroch heraus – eine Waldmaus mit graubraunem Fell und hellem Brustlatz. Sehr putzig :-).
Sie war nun recht nah bei mir, schaute und schnupperte noch ein Weilchen. Dann verschwand sie eilig um die Ecke.

Ich mag Mäuse, auch wenn sie manchmal an Lieblingspflanzen fressen oder die Erde aufwühlen.

Gartenhütte Kunterbunt

Über Geschmack lässt sich ja streiten. Jedenfalls liebten es die Vorpächter bunt und versahen die Gartenhütte unter anderem mit Blumentapete. Mein Fall ist das eher nicht.

Die Tapete muss raus und einiges anderes ebenso! Nicht nur aus Geschmacksgründen, auch weil Boden und Wände der Hütte recht feucht sind. Papiertapete zieht die Feuchtigkeit natürlich an und modert fröhlich vor sich hin. Silberfischchen lieben feuchte Tapete, leider werden sie bald ausziehen müssen.
Küchenbuffet und Bank werden wohl auf den Sperrmüll wandern, da aus Spanplatten. Die sind verzogen durch die Feuchtigkeit und verbreiten einen Hauch von Fäulnis.

Unter der aktuellen Tapete kommen weitere Schichten von Tapete und Anstrichen aus 5 Jahrzehnten zum Vorschein. Das wird spannend …

Es ist entschieden: der Garten wird meiner

Nach zwei mal Vorort-Termin, paar mal drüber schlafen, zwischendurch noch anderen Garten anschauen und Preisverhandlung ist es entschieden: ich nehme ihn.
Hurra – ca. 390 qm werden ab jetzt meine grüne Oase.

Außer mir wollte ihn eh keiner haben ;-)
Da es ein Pachtgarten ist – gepachtet auf Lebenszeit vom städtischen Kleingartenverband – halten sich die jährlichen Kosten sehr in Grenzen. Für die Übernahme der Gartenhütte und etwas Inventar wurde mit dem Vorpächter eine akzeptable Summe vereinbart.

Erste Bestandsaufnahme, was gerade so wächst und blüht:

Es gibt übrigens keine Zäune zwischen den Gärten. Auf dem ersten Bild sieht man rechts schon den Nachbargarten.

Eigener Garten in Aussicht

Bei einem Winter-Spaziergang durch eine kleine verträumte Gartenanlage las ich zufällig an der Infotafel den Aushang „Garten abzugeben“.
Ganz, ganz lange schon träume ich vom eigenen Garten. Kleingartenanlage war aber eigentlich nicht so mein Ding. Doch diese hier mit nur 9 Gärten, sehr ruhig, am Waldrand … könnte ich mir schon vorstellen. Einige Wochen vergingen und der Frühling kam. Der Garten ging mir nicht aus dem Kopf. Ich spazierte wieder vorbei und der Zettel hing noch an der Infotafel.
Wenn nicht jetzt, dann wird es womöglich nie was mit Garten in diesem Leben. Also vereinbarte ich einen Begehungstermin. Der erste Eindruck: bisschen verwildert und baufällig aber sympathisch. Potential um meinen kleinen Traumgarten daraus zu machen war da. Es würde einige Arbeit auf mich zukommen …