Beginn der Abbruch- und Erdarbeiten

Heute sind Landschaftsplaner Charly und seine Mannen mit schwerem Gerät angerückt, um dem bröckeligen Beton an den Kragen zu gehen.

Es ist erstaunlich, welche Veränderung an einem Tag stattfinden kann. Der Boden rund um die Hütte sind aufgebrochen, Hecken und Sträucher sind rausgerissen und jede Menge Bauschutt tauchte auf. Die Profis waren mit dem Minibagger so eifrig am Werk, dass sie  auch die süße kleine Treppe an der Terrasse mit kaputt hauten. Die wollte ich doch gern behalten … hm. Weg ist weg.

Vorbereitung für größere Umstürze

Die Gartenhütte ist fast ringsum mit Betonboden versehen, der teilweise schon bröckelt. Darunter scheint Bauschutt zu liegen. Eine Stützmauer für den Hang hinter der Hütte bröckelt ebenfalls mächtig. Und Hüttenboden und Wände leiden unter Feuchtigkeit. Deshalb habe ich beschlossen professionelle Hilfe zu holen um einiges umwühlen und neu aufbauen zu lassen. Diese groben Maßnahmen sollen zu Beginn der Umgestaltung stattfinden, damit später die filigraneren Arbeiten mit Bepflanzungen nicht gestört werden.

Besichtigung der zu bearbeitenden Bereiche:

Es grünt so grün

Der erste Sommer in meinem etwas verwilderten Garten! Gesichtet wurden – neben viel Grünzeug – Igel, Weinbergschnecken, Waldmaus, Gartenrotschwanz, Meisen, Buntspecht und Rotkehlchen. Leider hatte ich im entscheidenden Moment nie den Fotoapparat parat.

Mit der Beschaulichkeit wird es bald vorbei sein. Aufwühlende Bauarbeiten stehen bevor.

Impressionen Ende Juli:

Planung

Wünsche und Anforderungen an den Garten hab ich schon eine Weile in meinem Kopf hin und her sortiert. Ein naturnaher Garten soll entstehen, mit verschiedenen Bereichen und Sitzplätzen. Zu jeder Jahreszeit soll etwas blühen (außer im Winter). Relativ pflegeleicht soll er sein, so dass ich ihn bei hoher beruflicher Auslastung oder im Urlaub getrost für paar Wochen sich selbst überlassen kann.
Häufiges Rasenmähen ist bei mir wenig beliebt, deshalb werden die Wiesenflächen verkleinert. Stattdessen sind reichlich Beete mit robusten Stauden angedacht. Einige Gemüse- und Kräuterbeete sowie Beerensträucher werden ebenfalls eingeplant.

Drei Entwurfsvarianten sind zu Papier gebracht. Anregung und Vorarbeit bekam ich dabei von Tini, der Landschaftsplanerin. Die letzte Variante ergab sich als Kompromiss zwischen Wunsch und Aufwand, vor allem die Wegführung betreffend. Dieser Entwurf soll nun die Grundlage für die Neugestaltung sein. Das eine oder andere Detail ändert sich bestimmt während der Umsetzung noch. Die Arbeiten werden mindestens die nächsten 2-3 Jahre in Anspruch nehmen, da ich voll berufstätig bin und den größten Teil im Alleingang bewältigen möchte. Für bestimmte Gartenarbeiten gibt es ja auch Zeitfenster. Hat man diese verpasst, heißt es warten bis zum nächsten Jahr. Eine gute Geduldsübung also, manchmal schwer auszuhalten.

Die Hütte wird blank gezogen

Wir machen die Gartenhütte nacksch und befreien Decke und Wände von alten Schichten.

Der PVC-Bodenbelag musste weichen – darunter sammelte sich Feuchtigkeit und Moder, entsprechend roch es. Den Innenwänden sind wir mit Spachtel, Meisel und Hammer zu Leibe gerückt: alte Tapeten abgerissen und abgekratzt, lockeren Putz abgeklopft. Unter den Tapeten kam ein Anstrich mit gerollten Mustern zum Vorschein, jede Wand in einer anderen Farbe: rosa, blau, gelb, gelb ;-). Solche Roll-Muster hatten meine Eltern noch bis in die 70er in ihrer Küche.

Die Deckenverkleidung aus Heraklith im Innenraum und an den Vordächern aus Holzlatten und Hartfaserplatten rissen wir ebenso runter. Einiges konnte ich allein bewältigen, für die groben Sachen war wieder der „Kaputtmacher“ Rüdiger im Einsatz. Ein paar alte Wespen- bzw. Hornissen-Nester kamen zum Vorschein, Ameisen haben wir gestört beim wohnen und arbeiten, schadhafte Stellen am hinteren Dachüberstand wurden sichtbar. Ansonsten macht die Deckenkonstruktion einen recht gut erhaltenen Eindruck. Mit dem Holz wurde zwar recht sparsam und nicht besonders schön gearbeitet, aber ich werde die Balken und Bretter nur etwas säubern und offen sichtbar lassen. So sieht man auch sofort, wenn das Dach mal undicht wird.

Entrümpeln und Auslichten

Ich habe viel vor. Der Garten soll eine Umgestaltung erhalten – da habe ich so meine Wünsche und Vorstellungen. Die Gartenhütte muss renoviert und entfeuchtet werden. Es wartet eine Menge Arbeit auf mich und einige Helfer …

Für die Entrümpelung der Gartenhütte bestellte ich meinen lieben Mann Rüdiger zum Kaputtmachen. Im Möbel zerhauen ist er der Beste. Nun muss einiges zum Sperrmüll gebracht werden.

Beim Schneiden der wuchernden Sträucher bin ich noch etwas schüchtern. Deshalb habe ich mir für einen Vormittag Hilfe von der Gärtnerin und Landschaftsplanerin Tini geholt. Wir produzierten einige Haufen Schnittgut und ich habe Mut gefasst und lege zukünftig selbst Hand an Hecken- und Astschere.

Waldmaus im Garten zuhaus

Gestern Abend saß ich auf der kleinen Terrasse vor der Gartenhütte und genoss den Sonnenuntergang. Neben der Hüttentür ist im maroden Boden der Terrasse ein Loch. Mir war aufgefallen das dort ab und zu eine Kastanie oder andere Pflanzenteile lagen und fragte mich, ob dort jemand wohnen mag.

Nun saß ich so, lauschte auf den abendlichen Vogelgesang und schaute auf besagtes Loch. Plötzlich schoben sich große schwarze Knopfaugen in die Öffnung. Ein Schnäuzchen mit langen Tasthaaren tauchte auf und beschnupperte die Lage. Ich saß ganz still und beobachtete … Nach Augen und Nase stülpten sich zwei große runde Ohren hervor und die ganze Maus kroch heraus – eine Waldmaus mit graubraunem Fell und hellem Brustlatz. Sehr putzig :-).
Sie war nun recht nah bei mir, schaute und schnupperte noch ein Weilchen. Dann verschwand sie eilig um die Ecke.

Ich mag Mäuse, auch wenn sie manchmal an Lieblingspflanzen fressen oder die Erde aufwühlen.

Gartenhütte Kunterbunt

Über Geschmack lässt sich ja streiten. Jedenfalls liebten es die Vorpächter bunt und versahen die Gartenhütte unter anderem mit Blumentapete. Mein Fall ist das eher nicht.

Die Tapete muss raus und einiges anderes ebenso! Nicht nur aus Geschmacksgründen, auch weil Boden und Wände der Hütte recht feucht sind. Papiertapete zieht die Feuchtigkeit natürlich an und modert fröhlich vor sich hin. Silberfischchen lieben feuchte Tapete, leider werden sie bald ausziehen müssen.
Küchenbuffet und Bank werden wohl auf den Sperrmüll wandern, da aus Spanplatten. Die sind verzogen durch die Feuchtigkeit und verbreiten einen Hauch von Fäulnis.

Unter der aktuellen Tapete kommen weitere Schichten von Tapete und Anstrichen aus 5 Jahrzehnten zum Vorschein. Das wird spannend …