Frühlingsboten im Baustellen-Garten

Das erste Grün erscheint, die Sonne gewinnt an Kraft. Auch der letzte Schnee ist verschwunden und es wird wieder ganz augenscheinlich, dass hier eine Menge zu tun ist. Viel Frühlingsblühendes existiert bisher nicht – ein paar Krokusse auf der Wiese recken ihre Blüten der Sonne entgegen. In den nächsten Jahren sollen sie viel Gesellschaft bekommen.

Mehr Lesestoff für winterliche Musestunden

Das hochwertig in bedrucktes Leinen gebundene Büchlein mit einer sehr vergnüglichen Kolumnen-Sammlung von Paula Almqvist entdeckte ich in meiner lokalen Lieblings-Buchhandlung RIEMANN. „Mitteilungen aus meinem Garten“ erzählt amüsant und treffend von Gartenglück und Gartenleid. An alle Garten- und Buchliebhaber: bitte lesen.

Gartengeschichten für Wintertage

Ich habe Sehnsucht nach meinem Garten, nach Frühling, nach üppigem Grün … Eine Lesung aus Eva Demskis „Gartengeschichten“ auf Bayern2 kam mir in Erinnerung. Das muss die richtigte Lektür sein, um Wintertage mit Gartensehnsucht zu überstehen. Das Buch enthält 20 unterschiedliche Erzählungen über Menschen und Gärten, mal heiter, mal nachdenklich – sehr empfehlenswert. Das erste Kapitel „Der Garten meiner Mutter“ hat es mir besonders angetan.

Winterzeit ist Planungszeit

Das erste Gartenjahr neigt sich dem Ende entgegen. Einiges ist erreicht, doch das erträumte grüne Paradies ist noch fern. Einerseits bin ich froh über die Winterruhe, andererseits freue ich mich schon auf das nächste Frühjahr. In der Zwischenzeit widme ich mich dem Wälzen von Büchern und Zeitschriften, Recherchieren in Foren und Datenbanken, Erstellen von Listen mit geeigneten Stauden und deren Eigenschaften, Zeichnen von Pflanzplänen, Ausdrucken von Bildern, Füllen von Merkzetteln in Online-Shops, Hin- und Herüberlegen … es wird mich den ganzen Winter lang beschäftigen.

Neue Sträucher braucht der Garten

Oktober ist der richtige Monat zum Pflanzen von Gesträuch. Ich will Sträucher gleich im ersten Garten-Herbst pflanzen, damit sie in den nächsten Jahren ordentlich wachsen und ich bald Sichtschutz und lauschige Plätzchen bekomme.

Bevor ich Pflanzen auswähle muss ich ausgiebig recherchieren und vergleichen, einen Pflanzplan zeichnen und die Pflanzplätze wieder vor Ort anschauen. Ich möchte (relativ) sicher sein, die richtige Wahl zu treffen, um später nicht allzu oft umpflanzen oder rausreißen zu müssen. Wichtig ist mir bei der Auswahl, dass die Gewächse möglichst einheimisch, standortgerecht, robust und pflegeleicht sind. Wenn Gartentiere auch noch was davon haben, um so besser. Exotische Sensibelchen kann ich nicht brauchen. Nur bei Hortensien muss ich eine Ausnahme machen – ich liebe Hortensien. In jungen Jahren sind sie leider etwas frostempfindlich.

Kornellkirsche, Schlehe, 2 Holunder

Da ich ja ein Freund von Online-Bestellungen bin, orderte ich die Sträucher bei www.eggert-baumschulen.de. Qualität, Versand und Verpackung waren prima. Gekauft habe ich Felsenbirne (Amelanchier ovalis), gemeinen Schneeball (Viburnum opulus), wolligen Schneeball (Viburnum lantana), Hundsrose (Rosa canina), roten Hartriegel (Cornus sanguineum), Schlehdorn (Prunus spinosa), Schwarzen Holunder (Sambucus nigra), Gemeinen Flieder (Syringa vulgaris), Edelflieder (Syringa vulgaris Hybride Andenken an Ludwig Späth :-)), Sauerdorn (Berberis vulgaris), Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus), Liguster (Ligustrum vulgare), Kornelkirsche (Cornus mas) und Bauernhortensie (Hydrangea Hybride Bodensee).

Wie viel ich mir damit vorgenommen hatte, war mir erst richtig klar als alle im Garten aufgereiht standen. Leider versäumte ich die Parade zu fotografieren. Die Pflanzlöcher hatte ich zum Teil schon vorgegraben, unter Mithilfe vom fluchenden Rüdiger. Der schwere tonige Lehmboden war an manchen Stellen extrem hart und trocken, an anderen nass und klebrig wie Sch… Und ausgerechnet am vorgesehenen Platz für die schon 1,50 m hohen Holunderbüsche war die Erde besonders hart und von fetten Birkenwurzeln durchzogen. Hoffentlich werden die was …

Änderung der Wegführung

Wie bereits im Plan vorgesehen, soll der Hauptweg zukünftig am Beet neben der Hüttenterrasse enden. Die Sichtachse verläuft bisher vom Gartentor bis zum hinteren Gartenzaun. Diese Sichtachse soll nun unterbrochen werden und einen Blickfang erhalten – ein Strauch kommt an die passende Stelle auf dem Beet. Dadurch wird die dahinterliegende Wiese als Bereich mit mehr Privatsphäre für sommerliche Sonnenbäder definiert.

Um vom Hauptweg zum hinteren Gartenbereich und zur Hütte zu gelangen, braucht es eine neue Wegführung. Dazu habe ich mich durch die von den Erdarbeiten aufgewühlte Wiese hindurch gegraben und ein Provisorium angelegt. Ich entfernte die Grasnarbe – ziemlich schwere Arbeit durch den nassen klebrigen Lehm. An meinen Schuhen hingen fette schwere Klumpen. Dann füllte ich Schotter, der von den Erdarbeiten übrig war, in die entstandene Vertiefung. So, nun kann man vernünftig laufen oder die Schubkarre schieben, ohne im Lehm kleben zu bleiben. Irgendwann später wird der Weg einen ordenltichen Belag bekommen.

Die entfernte Grasnarbe ergab einen ordentlichen Haufen. Den werde ich mit Mulchfolie bedecken und kompostieren lassen.