Große Sternmiere

Die Große Sternmiere (Stellaria holostea) ist eine heimische Pflanze aus Laubwäldern, die ich bis vor Kurzem nicht kannte. Letztes Jahr gepflanzt, jetzt blüht sie :-)

Jetzt, da ich sie kenne, entdecke ich sie bei Spaziergängen an vielen Weg- und Waldrändern. Die vielen sternförmigen Blüten bilden ein weißes Blütenmeer.
In Gärten kann sie mit ihrem wintergrünen Laub gut als wertvoller Bodendecker unter Gehölzen und großen Stauden zum Einsatz kommen.

Ausdauernde Gartenkresse, Pfefferkraut

Die ausdauernde Gartenkresse (Lepidium latifolium) ist eine alte Gewürzstaude, die gerade wieder entdeckt wird. Sie stammt aus den Küstengebieten von Nordwesteuropa. Für den Frischeverzehr erntet man die jungen zarten Blätter – der Geschmack ist pfeffrig aromatisch. Die ausbreitungsfreudige Staude ist sehr robust und winterhart. Sie kann das ganze Jahr über beerntet werden.

Seit der Pflanzung im Mai 2018 hat sie sich hier schon über Wurzelausläufer ausgebreitet und ist zu stattlicher Größe herangewachsen. Da muss ich viel ernten und beschneiden, damit sie im kleinen Hausgarten nicht alles überwuchert. Ansonsten ein pflegeleichtes, ausdauerndes Kraut für mich als bequeme Gärtnerin und Genießerin.

Erste Blüten und Früchte im Hausgarten

Trotz des heißen, trockenen Sommers gedeiht und blüht es im Hausgarten – zugegebenermaßen mit etwas Unterstützung durch Gießen. Die im Mai gepflanzten Stauden sind gut eingewachsen und einige blühen schon erstaunlich üppig – z.B. der weiße Großblattphlox „Waupee“. Die Minzen wuchern fast. Sogar die erst Ende Juni gepflanzte Moschusrose „Musquée Sans Souci“ blüht fleißig und ausdauernd.
Die Blüten locken auch bereits Insekten an. Auf der Minze waren z.B. Honigbienen, Furchenbienen, Schwebfliegen und Raupenfliegen anzutreffen. Der Phlox bekommt regelmäßigen Besuch von Taubenschwänzchen. Nachbars Katze fühlt sich auch wohl im Schatten der Sträucher.

Und zum Ernten gab es obendrein kleine Kostproben von Erdbeeren, Basilikum, Gartenkresse und natürlich Minze.

 

Schmalblättriges Weidenröschen

schmalblättriges WeidenröschenZur Zeit blüht im Garten das Schmalblättrige Weidenröschen (Epilobium angustifolium), das sich letztes Jahr hier angesiedelt hat. Diese Wildstaude ist eine Pflanzenart aus der Gattung Weidenröschen. Es kommt auf der nördlichen Halbkugel in der gemäßigten Klimazone vor und besiedelt als Pionierpflanze offene Landschaften und Brachflächen. Diese Weidenröschen-Art wächst straff aufrecht und wird 50 bis 150 cm hoch. Sie breitet sich durch Ausläufer und Samen aus, wird daher von manchen Gärtnern als Unkraut betrachtet.

schmalblättriges WeidenröschenDie Pflanze ist zum Verzehr geeignet und wird für Heilzwecke eingesetzt. Die Blüten eignen sich als essbare Dekoration. Die jungen Blätter können als Salat oder als Gemüse verwendet werden. Sie sollen leicht säuerlich schmecken und einen hohen Vitamin C Gehalt haben. Probiert habe ich sie bisher nicht.
Aus Blättern und Blüten kann außerdem ein Tee hergestellt werden. Der Tee aus den gerbstoffreichen Blättern gilt als wirksames Mittel bei gutartigen Prostatabeschwerden. Der Tee soll auch harntreibend sein und bei Nieren- und Blasenleiden helfen.