Vogel-Nisthilfen am Haus

Da im kleinen Hausgarten ist nicht viel Platz ist, platzierte ich einen nagelneuen Nistkasten für Höhlenbrüter an der Hauswand neben dem Fallrohr der Dachrinne. Eine zweites, besonders schickes Modell „Bauhaus“ fand einen Platz unter der Dachrinne nahe der Dachterrasse. Interessenten ließen nicht lange auf sich warten. Das Bauhaus belegen Kohlmeisen, im Fallrohr-Kasten ist ein Blaumeisen-Paar fleißig beim Nestbau.

Gegenüber im Efeu-bewachsenen Zaun nistet ein Amselpaar. Frau Amsel durchscharrt täglich meine Beete nach Nahrung. Die wild herumgeworfenen Holzhäcksel, Steinchen und Blätter entsprechen nicht so ganz meinen Vorstellungen, doch ich nehme es hin und schubse das wildeste zurück ins Beet.

Viele Gärten sind eben zu aufgeräumt, deshalb finden Vögel dort wenig Nistmaterial und Futter. Ein wenig Unordnung ist also gut für die Tierwelt. Wenn man Verblühtes über Winter stehen lässt, haben nicht nur Insekten Unterschlupf, auch Vögel finden dürre Halme und Pflanzenwolle für den Nestbau. Seltener finden sich im Garten Tierhaare, Federn und Wolle. Deshalb habe ich 2 Vogelfutterhalter mit Schafwolle gefüllt. Die Meisen konnte ich beim eifrigen Zupfen an den Wollfasern beobachten. In unmittelbarer Nachbarschaft wohnen Sperlinge, Hausrotschwänze und Stare, die haben hoffentlich auch etwas davon.

Zweites Hochbeet im Hausgarten

Gegenüber des im letzten Jahr gebauten „Halbhoch“beetes war ein zweites „richtiges“ Hochbeet geplant. Nun ist es fast fertig.
Im Dezember entstand bereits der Unterbau dafür – eine Art loses Fundament aus alten Ziegelsteinen – darunter ein Mäusegitter.

In den letzten Wochen konnte ich das Hochbeet aufbauen und befüllen. Die Holzbohlen und Kanthölzer hatte ich schon fertig zugeschnitten daliegen, sie waren ursprünglich für ein anderes Projekt im Kleingarten gedacht. Innen kleidete ich die Wände mit Teichfolie aus, auch diese hatte ich noch vorrätig.

Als nächstes die Befüllung: als untere Schicht kam Gehölzschnitt und Laub hinein. Die nächste Schicht der Hochbeet-Füllung ist Rohkompost, der sich in 2 Jahren im Komposter gesammelt hat. Weiter aufgefüllt wurde mit Gartenerde, die ich im Kleingarten übrig hatte. Hat allerdings nicht ganz gereicht. Ich brauche zusätzlich noch etwas Pflanzerde. Da die Gartenmärkte wegen Corona geschlossen sind, hat das Beet nun Zeit eine Weile zu ruhen, dann kann sich die Füllung etwas senken. Ergänzen werde ich noch einen Schneckenzaun.

Ungebetene Futterabnehmer

Auch auf unserer Dachterrasse hatte ich im Dezember Vogelfutter platziert (wie im Hausgarten). Anfangs blieb es unberührt, nach und nach wurde es weniger, doch nie bekam ich einen Vogel zu Gesicht. Aus purer Neugier installierten wir eine Wildkamera.

Und siehe da: Mäuse! :-o Ich hatte es schon befürchtet. Was sind das für geschickte Kletterer, sie erklimmen den Hirtenstab aus rostigem Eisen mühelos. In der Nacht 24./25.01. wurde 3 mal Mäusebesuch aufgezeichnet. Hier Aufnahmen der Wildkamera, Mäuse eingefärbt:

Die kleinen Nager sind zwar putzig anzuschauen, füttern wollte ich sie jedoch nicht, schon gar nicht auf der Terrasse. Jetzt ist das Futter entfernt. Kein einziger Vogel kam der Wildkamera vor die Linse, schade.
Als nächstes werde ich die Kamera am Futterhäuschen im Hausgarten installieren. Mal schauen, ob da auch Mäuse vorbeikommen.

Vogelfutter

Premiere in Sachen Vögel füttern: ein Vogelhäuschen für Fettblöcke hat einen Platz im Hausgarten bekommen. Beim Nabu/LBV besorgte ich extra gutes Fettfutter mit Insekten, Nüssen und Früchten. Leider hat bisher kein Vogel die Einladung angenommen … vielleicht ist das Futter beim Nachbarn doch besser? Das neue Nahrungsangebot muss wohl erst noch entdeckt werden, hoffe ich.

Update 17.01.2020: Mittlerweile ist unser Futterhaus entdeckt worden, Meisen konnte ich schon beobachten.