Kleine Ernte: meine ersten Radischen

Man mag es kaum glauben: ich ernte die ersten selbst angebauten Radischen meines Lebens. Sorte Florina, schmeckt eher mild.

Kräuter und Salate kultiviere ich schon seit einigen Jahren in Terrassen-Kübeln oder dem kleinen Hochbeet. Feuerbohnen, Minigurken und Tomaten habe ich ausprobiert, im Kleingarten sogar Kartoffeln und grünen Spargel – aber noch nie Radischen, obwohl sie doch beim Anbau eine der einfachsten und schnellsten Gemüsepflanzen sind.

Rhabarber: Marmelade und Chutney

Rhabarber und Holunderblüten sollen sich zu Marmelade vereinen.
Die Holunderblüten mit der Schere von den Dolden abschneiden, ca. 7-8 Dolden auf 1 kg Rhabarber. Vor dem Kochen den kleingeschnittenen Rhabarber, die Holunderblüten und Gelierzucker mischen und einige Stunden ziehen lassen.

4-5 Minuten Kochen. Abfüllen. Fertig! Das Holunderblüten-Aroma schmeckt man deutlich heraus. Wir mögen die Rhabarber-Holunderblüten-Marmelade besonders mit Quark gemischt als Dessert. Auch als Brotaufstrich ist sie lecker.

Für ein süß-saures Chutney probiere ich die Kombination von Rhabarber mit Zwiebeln, Rosinen, Essig, Zucker, Ingwer und Senfsaat.

Der verwendete Rotwein-Essig hat das Rhabarber-Chutney sehr säuerlich werden lassen. Zu Käse könnte es vielleicht ganz gut schmecken …

Selbstgemachtes Kräutersalz mit mediterranen Aromen

Die vor 2 Wochen frisch geernteten Kräuter sind mittlerweile getrocknet – energiesparend bei Raumtemperatur – für spätere Verwendung in Gläser verfüllt und zu Kräutersalz verarbeitet. Kräutersalz lässt sich einfach herstellen und mit getrockneten Kräutern ist es besonders lange haltbar. Salbei, Rosmarin, Thymian, Oregano und Ysop passen hervorragend zusammen und kommen als Würze für Dressings und mediterrane Gerichte zum Einsatz.

 

Rhabarber und Kräuter ernten

Heute morgen gegen 9 Uhr war ich im Garten – zum Samstag ist diese Uhrzeit nicht selbstverständlich – mit Tee und mildem, leicht bewölktem Wetter.
Kräuter und Rhabarber ernten war der Plan: gesagt, getan. Und ich nutzte diese Gelegenheit gleich zum Vogel-Zählen für die Stunde der Gartenvögel 2020 (www.lbv.de, www.nabu.de). In unseren 2 Nistkästen werden gerade Blau- und Kohlmeisenküken von ihren fleißigen Eltern gefüttert. Die Küken darf ich nicht mitzählen (weiß ja auch nicht genau wie viele es sind ;-)

Kräuter erntete ich heute zum Trocken z.B. für Kräutersalz oder Tee. Vor allem der Salbei muss dringend beschnitten werden, sein Wachstum könnte man fast als monströs bezeichnen. Des Weiteren kamen Oregano, Rosmarin, Thymian und Ysop unter die Schere.

Auch der Rhabarber ist ordentlich gewachsen, hat riesige Blätter und fette Stengel. Davon backe ich heute unseren Klassiker Rhabarber Crumble.

Hmmmm, schon gekostet …

Grünspargel: erste Ernte

In diesem Frühjahr erntete ich den ersten Grünspargel, 3 Jahre nach Pflanzung. Es war gleichzeitig meine letzte Ernte, denn ich übergebe den Garten an neue Pächter. Sie werden hoffentlich Spargel mögen und von meinen Vorarbeiten profitieren können.

Die ersten Beet-Vorbereitungen für die Pflanzung des Spargels reichen in den November 2016 zurück. Im März 2017 erhielt ich vom Landhandel Beelitz die Lieferung von 10 Grünspargelpflanzen Sorte Steiniva. In das vorbereitete Beet konnten die Pflanzen zügig eingesetzt werden. Nun hieß es warten: 2 Jahre sollen die Pflanzen gut einwachsen, um für die Ernte kräftig genug zu werden. Solange lässt man den Spargel einfach treiben und blühen.

Dem Salat wird es zu eng im Beet

Wenn man sich von keinem Salatpflänzchen trennen konnte und nun mit pflücken und essen nicht hinterher kommt, wird der Platz irgendwann knapp und der Pflücksalat setzt zur Blüte an. Im Mai sah das alles noch übersichtlicher aus :-)

Blühender Lollo Rossa und Eichblattsalat sind aber auch was für‘s Auge. Hinzu kommt, dass sich der Salat für nächstes Jahr selbst aussäht und Insekten haben auch etwas von den Blüten.

Ausdauernde Gartenkresse, Pfefferkraut

Die ausdauernde Gartenkresse (Lepidium latifolium) ist eine alte Gewürzstaude, die gerade wieder entdeckt wird. Sie stammt aus den Küstengebieten von Nordwesteuropa. Für den Frischeverzehr erntet man die jungen zarten Blätter – der Geschmack ist pfeffrig aromatisch. Die ausbreitungsfreudige Staude ist sehr robust und winterhart. Sie kann das ganze Jahr über beerntet werden.

Seit der Pflanzung im Mai 2018 hat sie sich hier schon über Wurzelausläufer ausgebreitet und ist zu stattlicher Größe herangewachsen. Da muss ich viel ernten und beschneiden, damit sie im kleinen Hausgarten nicht alles überwuchert. Ansonsten ein pflegeleichtes, ausdauerndes Kraut für mich als bequeme Gärtnerin und Genießerin.