Ausdauernde Gartenkresse, Pfefferkraut

Die ausdauernde Gartenkresse (Lepidium latifolium) ist eine alte Gewürzstaude, die gerade wieder entdeckt wird. Sie stammt aus den Küstengebieten von Nordwesteuropa. Für den Frischeverzehr erntet man die jungen zarten Blätter – der Geschmack ist pfeffrig aromatisch. Die ausbreitungsfreudige Staude ist sehr robust und winterhart. Sie kann das ganze Jahr über beerntet werden.

Seit der Pflanzung im Mai 2018 hat sie sich hier schon über Wurzelausläufer ausgebreitet und ist zu stattlicher Größe herangewachsen. Da muss ich viel ernten und beschneiden, damit sie im kleinen Hausgarten nicht alles überwuchert. Ansonsten ein pflegeleichtes, ausdauerndes Kraut für mich als bequeme Gärtnerin und Genießerin.

Selbstaussaat: Pflücksalat und Koriander

Der Pflücksalat im Terrassenkübel durfte im letzen Jahr blühen – dass hat sich nicht nur optisch gelohnt. Der Lollo rossa hatte Samen versträut und im April ausgetrieben. Auch Koriander hat sich versamt und wächst bereits ordentlich. Jetzt kann man schon mit dem Ernten beginnen. Ich bin begeistert.

Das gute Wachstum auf der Terrasse ist natürlich auch der vollständigen Abwesenheit von Schnecken zu verdanken. Im Hausgarten hatte ich versuchsweise etwas Koriandersamen versträut, hier waren die ersten zarten Triebe recht bald komplett abgefressen …

 

Interessanter Wildwuchs

Bereits letztes Jahr hatten sich auf einigen, noch von den Bauarbeiten brachliegenden Stellen Pflanzen angesiedelt. Es waren nur Blätter zu sehen und ich war gespannt, ob da noch was nachkommt. Und es kam. Jetzt zeigt sich, um wen es sich handelt. Genau erkenne ich die Knoblauchsrauke. Sie ist als Gewürz- und Salatpflanze verwendbar, ähnlich wie Bärlauch. Das zweite Kraut scheint mir Winterkresse zu sein, auch Barbarakraut genannt (bin mir aber nicht ganz sicher). Diese ist ebenso als Salatpflanze einsetzbar.
Neben dem Kompost ist außerdem eine Gewöhnliche Nachtviole in die Höhe geschossen mit rosaroten Blüten, die abends duften. Ich find solchen Wildwuchs spannend.