Veränderliche Krabbenspinne mit Beute

Fieser, raffinierter Trick: Farbe auf exakt das Taglilien-Gelb einstellen und Zack, Biene beim Pollensammeln zur Strecke bringen.

Die Weibchen der Veränderlichen Krabbenspinne (Misumena vatia) können ihre Körperfarbe andern in weiß, gelb oder grünlich – perfekte Tarnmethode. Für Feinde und Opfer wird sie dadurch unsichtbar. Ich habe sie auch erst auf den zweiten Blick entdeckt, anfangs sah ich nur die leblos unter der Lilienblüte hängende Biene.
Krabbenspinne heißt sie wegen ihrer Ähnlichkeit mit einer Krabbe durch die langen Vorderbeine, mit denen sie ihre Beute packt. Dann injiziert sie Gift und saugt das Beutetier aus. Sie erbeutet Fliegen, Hummeln und Bienen, auch vor Hornissen und großen Schmetterlingen soll sie nicht zurückschrecken.

Blaue Holzbiene

Die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) ist eine Biene der Gattung der Holzbienen – auch Große Holzbiene oder Blauschwarze Holzbiene genannt.
Mit einer Körperlänge von 22 bis 28 mm ist sie die größte bei uns anzutreffende Bienenart. Sie hat einen schwarzen hummelähnlichen Körper und schwarze Flügel, die bei entsprechendem Lichteinfall blau schillern.
Im Mittelmeerraum ist die Blaue Holzbiene eine der häufigsten Bienenarten. In Mitteleuropa trifft man sie in wärmebegünstigten Lebensräumen an – durch das zunehmend wärmere Klima kommt diese Biene mittlerweile häufiger in unseren Breiten vor. Die Blaue Holzbiene lebt solitär und gilt als standorttreu. Sie besiedelt sonnige Plätze und benötigt Totholz als Nistmöglichkeit.

Auf unserer Terrasse holte sie geschickt den Nektar aus den Kelchen von Geißblatt-Blüten.

Moschusbock

Gegen Abend an schwarzen Johannisbeeren gefiel es dem Moschusbock. Sein Körper schimmerte metallisch bronzefarben in der Abendsonne. Der Moschusbock (Aromia moschata) ist eine Käferart der Familie der Bockkäfer, als einziger in Europa heimischer seiner Gattung. Sein Name rührt von einem stark moschusartig riechenden Sekret her, das er absondern kann. Die Käfer erscheinen in den Sommermonaten Juni bis August meist an Doldenblüten und ernähren sich von deren Pollen. Sie nehmen auch den Saft von Bäumen auf.

Hier muss es sich um ein männliches Exemplar gehandelt haben, erkennbar an den sehr langen Fühlern. Wobei dieser bereits den vorderen Teil seines rechten Fühlers eingebüßt hat.

Hummelschwärmer

Der Hummelschwärmer ist ein Schmetterling aus der Familie der Schwärmer. Er ist einer der vier tagaktiven Schwärmerarten in Europa. Er kommt in Mitteleuropa bis Zentral- und Ostasien vor. Im Norden Europas lebt er bevorzugt an Waldrändern, sonnigen Lichtungen und in lichten Wäldern.
Wie der Name schon sagt, hat der Hummelschwärmer Ähnlichkeit mit Hummeln – das trifft aber auch auf andere Arten seiner Gattung zu. Seine Flügel sind größtenteils durchsichtig und der Körper dick behaart. Wie viele Schwärmer fliegt er im charakteristischen Schwirrflug schnell von Blüte zu Blüte und verharrt im Flug beim Saugen von Nektar, ähnlich einem Kolibri.

Die Falter sind normalerweise sehr scheu und schwirren bei Störung schnell davon – daher ist meine Freude besonders groß über die gelungenen Schnappschüsse von diesem Hummelschwärmer am Polsterphlox.

Leider ist der Hummelschwärmer in Deutschland in der Roten Liste gefährdeter Arten als gefährdet eingestuft.

Goldglänzender Rosenkäfer

Der Goldglänzende Rosenkäfer trägt diesen Namen nicht von ungefähr, wird aber auch Gemeiner Rosenkäfer genannt. Er gehört zur Überfamilie der Blatthornkäfer. Wie sein Name schon andeutet ist seine Oberfläche metallisch glänzend, die Farbe variiert von grün, bronzefarben, golden bis blauviolett. Der Käfer ist 1,5 bis 2 cm lang und fliegt von April bis Oktober in ganz Europa.

Die erwachsenen Rosenkäfer sind oft an Blüten von Rosen, Obstgehölzen oder Holunder zu finden – hier erschien ihm eine Zierlauch-Blüte attraktiv.

Die Larven der Überfamilie Blatthornkäfer nennt man Engerlinge. Dazu gehören neben den Rosenkäfern die Mai- und Junikäfer, die Gartenlaubkäfer und Nashornkäfer.
In diesem Zusammenhang ist es interessant zu wissen, dass die Engerlinge des Rosenkäfers im Kompost und in morschem Holz leben. Sie gelten als Nützlinge und erweisen sich als sehr wertvoll in Komposthaufen. Außerdem sind sie nach der Bundesartenschutzverordnung eine besonders geschützte Art und nicht zu verwechseln mit den Engerlingen des Mai- und Junikäfers, die als Schädlinge gelten und niemals im Kompost zu finden sind.
Wieder was gelernt! Die beim Umsetzen meines Kompostes entdeckten Engerlinge waren demnach Rosenkäfer-Larven – gut für den Kompost.

Wildbienennest

Im Falz eines Fensterflügels unserer Wohnung entdeckten wir das Nest einer Wildbiene. Leider wurde es beim Öffnen des Fensters beschädigt, konnte ja keiner ahnen … auf diese Weise boten sich uns allerdings interessante Einblicke. Es handelt sich hier um ein sogenanntes Liniennest einer Solitärbiene. Ein Liniennest enthält hintereinander angelegte Zellen für je eine Larve. In unserem Fall wurden die Zellenkammern mit einer Art Mörtel aus Steinchen und Lehm gebaut – nach meinen Recherchen muss hier eine Mauerbiene am Werk gewesen sein. Die Zellen sind mit Pollen gefüllt. An jeden Pollenklumpen legte die Biene ein Ei und verschloss die Zelle. Darin wachsen nun die Larven und nähren sich vom Pollenvorrat.

Strauchschrecke

Gemeine Strauchschrecke

In meinem Garten auf einem Astilbenblatt sonnt sich die Gemeine oder Gewöhnliche Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera), eine Langfühlerschrecke aus der Familie der Laubheuschrecken.

Die 13-20 cm langen Schrecken lieben u.a. sonnige Waldränder mit mittelhohem bis hohem Bewuchs, auch hohe Wiesen in Parks und Gärten. In Mitteleuropa sind sie weit verbreitet. Die Tiere sind flugunfähig mit ganz kurzen Restflügeln. Die Männchen haben etwas größere Vorderflügel, die sie zur Schallbildung für ihren Gesang benötigen. Die kurzen „Zri“-Rufe sind tagsüber und bis tief in die Nacht hinein von Juli bis Oktober zu hören. Die Weibchen haben eine nach oben gebogene, sichelartige Legeröhre (auf dem Foto zu sehen).