Listspinne

Vor 12 Tagen entdeckte ich diese Listspinne mit Kokon. Heute war die Spinnenmutter mit den geschlüpften Jungen zu beobachten.

Die Listspinne gehört der Familie der Jagdspinnen bzw. Raubspinnen an. Sie baut keine Fangnetze. Sie wird auch Brautgeschenkspinne genannt, weil die männlichen Spinnen den Weibchen ein „Fresspaket“ anbieten um die Paarung anzubahnen.
Nach erfolgreicher Paarung erstellt das Weibchen den Kokon und legt die Eier hinein und trägt diesen Kokon am Körper. Später baut sie ein zeltartiges Gespinnst und hängt den Kokon hinein. Sind die Jungspinnen geschlüpft, werden sie eine Zeit lang von der Mutter bewacht.

Veränderliche Krabbenspinne mit Beute

Fieser, raffinierter Trick: Farbe auf exakt das Taglilien-Gelb einstellen und Zack, Biene beim Pollensammeln zur Strecke bringen.

Die Weibchen der Veränderlichen Krabbenspinne (Misumena vatia) können ihre Körperfarbe andern in weiß, gelb oder grünlich – perfekte Tarnmethode. Für Feinde und Opfer wird sie dadurch unsichtbar. Ich habe sie auch erst auf den zweiten Blick entdeckt, anfangs sah ich nur die leblos unter der Lilienblüte hängende Biene.
Krabbenspinne heißt sie wegen ihrer Ähnlichkeit mit einer Krabbe durch die langen Vorderbeine, mit denen sie ihre Beute packt. Dann injiziert sie Gift und saugt das Beutetier aus. Sie erbeutet Fliegen, Hummeln und Bienen, auch vor Hornissen und großen Schmetterlingen soll sie nicht zurückschrecken.