Hohe und Prächtige Fetthenne

Die Hohe Fetthenne oder Große Fetthenne (Sedum telephium) ist eine in Europa heimische Staude und gehört zur Familie der Dickblattgewächse. Die meisten in Gärten angepflanzten Sorten sind natürlich zücherterisch veredelt. Es gibt sie in vielen Farben und Größen. Zu den Hohen Fetthennen gehört auch die Pracht-Fetthenne (Sedum spectabile) diese stammt ursprünglich aus Ostasien.

Fetthennen gehören zu meinen Lieblingsstauden – die hohen und auch die niedrigen Polster-Fetthennen. Sie sind robust und pflegeleicht und bieten vom Frühjahr bis in den Herbst einen schönen Anblick. Von den Blüten der Hohen Fetthennen profitieren viele Insekten im Spätsommer und Herbst. Wenn man die vertrockneten Blütenstände und Blätter im Winter stehen lässt – was man auch im Hinblick auf Insekten tun sollte – sind sie auch dann noch attraktiv, z.B. mit Raureif oder Schnee bedeckt.

Vermutlich eine Pracht-Fetthenne (Sedum spectabile) ist diese aus dem Garten meiner Eltern – ich nenne sie daher Fetthenne „Glösa“. Vor ca. 10 Jahren bekam ich 2 Pflanzen für meinen Kleingarten. Letztes Jahr nun zog ein Exemplar von dort in den Mini-Hausgarten und ist prächtig eingewachsen. Schade, dass ich es meinen Eltern nicht mehr zeigen kann …

10 Jahre Kleingarten – Jubiläum und Ende einer Ära

Im Mai 2010 – also genau vor 10 Jahren – übernahm ich den Kleingarten am Waldrand. Seitdem investierte ich viel Zeit und Arbeit in die Gestaltung des Gartens, sammelte reichlich Erfahrungen, erlebte und genoss viele wunderbare Momente. Schön und lehrreich war’s :-)
Aus verschiedenen persönlichen Gründen ist es nun für mich an der Zeit diesen Garten an neue Pächter weiterzugeben. Sehr sympathische Nachfolger übernehmen den Garten. Ich wünsche ihnen viel Freude und hoffe, sie können von meinen Arbeiten profitieren.

Das naturnahe Gärtnern und die Förderung von Lebensräumen für Insekten, Vögel und Kleintiere praktiziere ich weiterhin in kleinerem Maßstab im 60qm-Hausgarten und auf der Dachterrasse. Hier kann ich mich auch ein wenig mehr um Anbau und Verwertung von Kräutern, Gemüse und Obst kümmern, was mir bisher zu kurz kam.

Die letzten Bilder vor Übergabe des Kleingartens:

Ciao, Ciao Kleingarten.

Große Sternmiere

Die Große Sternmiere (Stellaria holostea) ist eine heimische Pflanze aus Laubwäldern, die ich bis vor Kurzem nicht kannte. Letztes Jahr gepflanzt, jetzt blüht sie :-)

Jetzt, da ich sie kenne, entdecke ich sie bei Spaziergängen an vielen Weg- und Waldrändern. Die vielen sternförmigen Blüten bilden ein weißes Blütenmeer.
In Gärten kann sie mit ihrem wintergrünen Laub gut als wertvoller Bodendecker unter Gehölzen und großen Stauden zum Einsatz kommen.

Schnee-Forsythie

Im Hausgarten blüht die weiße Forsythie (Abeliophyllum distichum) zum ersten mal nach der Pflanzung im Oktober 2017. Vom aromatischen Duft nach Mandeln konnte ich noch nichts bemerken, dazu müssen der Strauch wohl noch größer und die Blüten zahlreicher werden.

Im Gegensatz zu den meisten gelbblühenden Forsythien – Hybriden, die weder Pollen noch Nektar produzieren – ist die aus Korea stammende Schnee-Forsythie ein guter Lieferant von Pollen und vor allem Nektar. Insekten freuen sich daher über diese frühen Blüten.

Gelbe Forsythien gibt es im Kleingarten am Waldrand auch – die waren schon da bei Übernahme. Für Insekten sind sie nix, aber prächtig für unser Auge im Frühjahr. Und Vögel haben auch was davon: für’s Rotkehlchen ein Ansitz zur Darbietung seines wunderbar perlenden Gesanges, für Blaumeisen im Strauchinneren ein Nistkasten …

Blüten Mitte März

Der Frühling lässt sich doch noch etwas Zeit. Der März zeigt sich bisher sehr wechselhaft, stürmisch, kühl, mit Regen- und Graupelschauern – kein Gartenwetter. Im Waldrand-Garten treiben die Frühjahresblüher in der Regel eher spät. In Blüte stehen bisher Winterlinge, Schneeglöckchen, Märzenbecher, Krokusse und rote Primeln. In den Startlöchern stehen u.a. Lenzrose, Leberblümchen, Frühlingsgedenkemein, Gnomentulpe, Schneeglanz, Kornelkirsche und Schlehe.

Erste Blüten und Früchte im Hausgarten

Trotz des heißen, trockenen Sommers gedeiht und blüht es im Hausgarten – zugegebenermaßen mit etwas Unterstützung durch Gießen. Die im Mai gepflanzten Stauden sind gut eingewachsen und einige blühen schon erstaunlich üppig – z.B. der weiße Großblattphlox „Waupee“. Die Minzen wuchern fast. Sogar die erst Ende Juni gepflanzte Moschusrose „Musquée Sans Souci“ blüht fleißig und ausdauernd.
Die Blüten locken auch bereits Insekten an. Auf der Minze waren z.B. Honigbienen, Furchenbienen, Schwebfliegen und Raupenfliegen anzutreffen. Der Phlox bekommt regelmäßigen Besuch von Taubenschwänzchen. Nachbars Katze fühlt sich auch wohl im Schatten der Sträucher.

Und zum Ernten gab es obendrein kleine Kostproben von Erdbeeren, Basilikum, Gartenkresse und natürlich Minze.

 

Wenn der Flieder wieder blüht

Schon Ende April begann heuer der Flieder zu blühen, der ungewöhnlich warmen Witterung sei Dank.
Mit ihren duftenden Rispenblüten in helllila und dunkelpurpur wetteifern Gemeiner Flieder und Edelflieder. Der alte große Fliederstrauch bezaubert mit weißer Blütenpracht.

Der purpurne Edelflieder mit dem klangvollen Namen „Syringa vulgaris Hybride Andenken an Ludwig Späth“ blüht in diesem Frühjahr das erste mal wirklich üppig seit seiner Pflanzung im Herbst 2010. Der Edle ist halt etwas empfindlicher bei einem schwierigen Standort neben der großen Birke.