Schwarze und Gelbe ernten

Eine schwarze Johannisbeere, Sorte Ometa, hatte ich 2017 im Hausgarten gepflanzt. Dieses Jahr hat sie gut getragen, für einige Gläser Marmelade ausreichend. Allerdings sind Äste und Blattwerk ebenfalls kräftig gewachsen – sie werden für meinen kleinen Garten zu üppig und machen die Ernte beschwerlicher. Für nächstes Jahr werde ich mich an Spaliererziehung versuchen.

Die gelbe bzw. weiße Johannisbeere, Sorte „Weiße Langtraubige“, ist erst letztes Jahr gepflanzt worden. Trotzdem reiften am kleinen Hochstämmchen schon etliche Beerentrauben. Die nasche ich einfach vom Strauch in den Mund :-)

Schwarze Johannisbeeren

Die im Herbst 2011 gepflanzte Schwarze Johannisbeere „Titania“ (Ribes nigrum) hat heuer die bisher üppigste Ernte erbracht. Das Ernten war etwas beschwerlicher als bei den roten und gelben Johannisbeeren, da viele Äste der Titania hier die Angewohnheit haben, sich nach einer Seite zu Boden zu neigen. Ich muss wohl besser beschneiden und vielleicht einen kleinen Zaun bauen.

Nichts desto trotz schmecken die geernteten Beeren hervorragend. Die schwarzen Johannisbeeren verfügen ja über ein ganz besonderes, unvergleichliches Aroma – das man schon als Geruch am Strauch wahrnehmen kann. Blütenknospenextrakt der Schwarzen Johannisbeere wird übrigens auch in der Parfümerie-Industrie verwendet.

Die Früchte sollen eine hohe Konzentration an Vitamin C haben, welches wunderbarerweise auch durch Erhitzen (anders als bei anderen Früchten) nicht zerstört bzw. nur unwesentlich gemindert wird. Ich stellte aus den Beeren ein Mus her – einen Teil roh und einen Teil gekocht. Vermischt mit Quark und Yoghurt und etwas Ahornsirup dazu … hm, deliziös.

Winter-Garten mit Schnee und Sonne

bei einem winterlichen Spaziergang stattet ich meinem Garten einen Besuch ab. Friedlich ruht er im eisigen Frost unter einer glitzernden Schneedecke. Die Spuren im Schnee verraten, dass Vögel, Mäuse und Co. von den liegen- und hängengebliebenen Äpfeln profitiert haben.


Von den im Herbst in der Gartenhütte eingelagerten Äpfeln konnte ich vor Beginn der frostigen Temperaturen einige in heimische Kühlschränke übersiedeln – für alle reichte leider der Platz nicht. Die restlichen verbliebenen Äpfel sind nun tiefgefroren. Ich lege sie unter den Apfelbaum, da werden sie hoffentlich noch Nahrung für die Tiere sein.
In Nachbars Garten hat ein alter Pflaumenbaum den Winter nicht überlebt, er ist einfach umgefallen. Und eines meiner Wasserfässer hielt wohl dem Eisdruck nicht ganz stand, es steht jedenfalls komisch schräg. Hätt’ ich mal lieber die Bambusstäbe reingesteckt, so wie in den letzten Jahren …

Felsenbirnen-Ernte

Die 2010 gepflanzte Felsenbirne (Amelanchier ovalis) hat heuer reich getragen und mir die erste wirkliche Ernte beschert. Zwar trug sie auch in den letzten Jahren Früchte, aber zu wenige oder schnell vertrocknete – bestimmt waren auch Vögel flinker als ich (gegönnt ist es ihnen).
Die Pflanzengattung der Felsenbirnen gehört zu den Kernobstgewächsen in der Familie der Rosengewächse. Die kleinen kugeligen Apfelfrüchte sind im reifen Zustand dunkelrot bis schwarzblau und Blaubeeren nicht ganz unähnlich. Aus ihnen lässt sich Marmelade oder Mus mit marzipanähnlichem Beigeschmack herstellen. Beides habe ich ausprobiert – das Fruchtmus ist z.B. gemischt mit Quark oder Joghurt ein Genuss.

Feiner Beerensommer

Dieses Jahr gedeihen Beeren besonders gut, zumindest hier im Garten. Anfang Juli waren die Roten und Gelben Johannisbeeren erntereif. Mitte Juli konnte ich die ersten nennenswerten Erträge von Schwarzen Johannisbeeren einholen. Einige wurden sofort vernascht, der Rest umgehend zu Marmelade verarbeitet.
Jetzt reifen gerade nach und nach die Blaubeeren. Trotz diebischer Amseln ist hier auch eine erste kleine Ernte zu verzeichnen. Die kleinen aromatischen Walderdbeeren reifen unablässig seit Mitte Juni und auch Himbeeren gab es einige – beide gleich in den Mund geerntet.

Erste Kornelkirschen-Blüte

Die im Oktober 2010 gepflanzte Kornelkirsche (Cornus mas) zeigt dieses Frühjahr erstmals Blüten – nicht viele, aber immerhin.

Der in Süd- und Mitteleuropa beheimatete Großstrauch wächst eher langsam. Um seine endgültige Wuchshöhe von 3-6 m zu erreichen, braucht er mindestens 20 Jahre – mein Exemplar ist nicht mal 1 m hoch. Früchte trägt die Kornelkirsche meist nach 5-8 Jahren. Das Holz der Kornelkirsche ist das härteste unter den europäischen Hölzern. Es schwimmt nicht in Wasser, so schwer ist es.

Die essbaren roten Früchte (Kornelkirschen oder Kornellen) enthalten viel Vitamin C. Sie eignen sich z.B. für die Zubereitung von Marmeladen oder Likör. Die im August und September reifenden Kornellen sollte man fast überreif ernten, sie sind dann dunkel- bis schwarzrot und lassen sich so besser pflücken. Auf eine solche Ernte werde ich noch einige Jahre warten müssen

 

Es gibt wieder Beeren

An den Johannisbeersträuchern hängen viele reife Beeren und es gibt unzählige Walderdbeeren. Geerntet wird direkt in den Mund.

Himbeeren sind es heuer weniger. Die Früchte der Sommerhimbeere „Sanibelle“ reifen gerade. Die Herbsthimbeere „Autumn Bliss“ wird auch tragen. Doch die zwei Waldhimbeersträucher kränkeln etwas – scheint die Rutenkrankheit zu sein. Da muss ich radikaler zurückschneiden.

Update 10.07.2015: Nein, nicht die Sommerhimbeere hatte die ersten reifen Früchte – es war „Autumn Bliss“, die eigentlich für den Spätsommer zuständig wäre. Jetzt ist auch „Sanibelle“ soweit und trägt reife, wenn auch kleine Früchte. Und sogar die Waldhimbeere hat doch noch einiges an Früchten aus ihren vertrockneten Zweigen gezaubert.

Erste Frühlingsblüten

Wie in jedem Jahr erscheinen in meinem Nordhang-Waldrand-Garten die ersten Blüten später als in den meisten Gärten der Gegend. Just an diesem sonnigen Wochenende begrüßen mich nun strahlend gelb blühende Winterlinge, zart lavendel-lila und intensiv rosafarbene Elfenkrokusse, gefüllte und grün gepunktete Schneeglöckchen. Und zu meiner Überraschung sind bereits viele Honigbienen unterwegs. Neben den Blüten sind derzeit bei Bienen und anderen Insekten besonders die matschigen „Apfelmumien“ begehrt, die ich im Spätherbst in mehreren Häufchen hatte liegen lassen. Hier zeigt sich wieder: man erweist der Natur (und damit auch sich selbst) einen großen Dienst, wenn man seinen Garten nicht allzu besenrein und akkurat hält. – Es ist wunderbar unterm Apfelbaum in der Sonne zu sitzen, einen Tee zu trinken und dem Gesumm der Bienen zu lauschen.

Apfelsaft keltern

Die diesjährige Apfelernte war sehr ergiebig, nach der Pause im letzten Jahr. Mit Pflücken und Schütteln konnten wir ca. 160 kg Äpfel vom Baum holen. 140 kg ließen wir beim Obst- und Gartenbauverein zu Saft keltern. Der Saft wird beim Keltern auf ca 80 °C erhitzt und verfüllt in sogenannte Bag in Box – d.h. spezielle Folienverbundbeutel mit Zapfhahn in Kartonverpackung. Beim Transport der heißen Kartons war das Auto von innen total beschlagen. Unsere Ernte ergab 90 l Saft, der diesmal wirklich nur aus unseren eigenen Äpfeln besteht (Apfelsaft 2012). Den Geschmack von purem Berner Rosenapfelsaft können wir erst nach dem Abkühlen testen.
Die übrigen ca. 20 kg Äpfel sind die prächtigsten handverlesenen Exemplare für Sofortverzehr und Lagerung. In den schlecht erreichbaren Höhen blieben wieder Äpfel hängen, von denen uns der Baum sicher noch einige abwerfen wird.

Pflaumen aus Nachbars Gärten

Es gibt Fallobst: Aus dem benachbarten Garten las ich heruntergefallene Zwetschgen auf – erlaubtermaßen. Vom Baum der übernächsten Nachbarin durfte ich mir Mirabellen schütteln. Und mein Berner Rosenapfel-Baum warf mir auch schon einige essbare Früchte zum Kosten herab.

Fallobst: Zwetschgen, Mirabellen und Äpfel 2014-08-30
Die Mirabellen schmeckten so köstlich süß, die verzehrten wir sofort frisch. Die Zwetschgen sind eher herb und munden gegart besser. In unserem Fall wurde Zwetschgen-Crumble  gebacken – weil er so schnell hergestellt und extrem schmackhaft ist. Und Pflaumenmus wurde gekocht – weil ich den so gern esse und im Thermomix ist die Zubereitung ein Kinderspiel.

Apfelblüte

Apfelblüten 2014
In diesem sonnigen Frühling erfreut mich mein Berner Rosenapfel mit üppiger Blüte. Die Knospen sind so schön rosig überhaucht und die geöffneten Blüten duften zart. Dafür schwärmen auch Hummeln, Bienen und Schwebfliegen. Wenn die Ernte so reichlich ausfällt, wie die Blütenmenge verspricht, dann kommt was auf mich zu – ähnlich wie 2012 (Erntezeit für Berner Rosenapfel beginnt). Letztes Jahr hatte er sich bei der Fruchtproduktion eine Pause gegönnt (Die letzten Äpfel gepflückt).

Es sind noch Herbsthimbeeren da

Was Mitte November so alles wächst, blüht und reift. Pilze und Safran-Krokusse sind jetzt durchaus üblich. Ausdauerndes Blühen der Rosen um diese Zeit, am schattigen nördlichen Waldrand, erscheint mir schon ungewöhnlicher. Das es noch immer Himbeeren zu ernten gibt, finde ich sehr erstaunlich. Und die Blüten der Primeln künden ja schon vom Frühlingsanfang …

Die letzten Äpfel gepflückt

Im letzten Jahr konnte ich über 100 kg Äpfel ernten (Äpfel für Saft – Saft für Äpfel, Delikates aus Äpfeln) – dieses Jahr waren es gerade mal 20 Stück. Gut so, denn wegen unseres Umzuges hätte ich sowieso keine Zeit für Apfelsaft oder Marmelade gehabt – Mutter Natur schien es zu wissen. Heute holte ich die letzten, schönsten und sehr reifen Exemplare von ganz oben aus dem Baum herunter. Mit ganz viel Genuss werden wir sie verspeisen.

die letzten Äpfel 2013

Herbsthimbeeren und Fette Hennen

Die Umzugskartons sind noch lange nicht ausgepackt. Doch heute vergesse ich sie für eine kleine Weile bei einer Stippvisite im Garten: es herrscht schon herbstliche Stimmung, aber es gibt noch Himbeeren.

himbeeren2013-09-25_P1010265

Und die Fetthennen und Wildastern blühen. Die neu gepflanzte Sedum spectabile ‚Iceberg‘ sollte eigentlich weißen Blütenschmuck tragen, mein Exemplar mixt weiß und rosa – auch schön. Besonders apart: die Pupur-Fetthenne im Steingarten.

Kleine Pflaumenernte

Wegen Umzug bleibt gegenwärtig leider kaum Zeit für den Garten. Jedoch für die Pflaumenernte musste ein kurzer Gartenbesuch sein. Trotz Trockenheit und hängender Blätter hat der kleine Blutpflaumenstrauch fleißig Früchte hervorgebracht. Letztes Jahr gab es 4 Pflaumen zum kosten, dieses Jahr sind es immerhin schon 28. Vollreif fielen sie mir fast von selbst entgegen und wurden kurze Zeit später als Nachtisch zum Abendessen vernascht.