Vogel-Nisthilfen am Haus

Da im kleinen Hausgarten ist nicht viel Platz ist, platzierte ich einen nagelneuen Nistkasten für Höhlenbrüter an der Hauswand neben dem Fallrohr der Dachrinne. Eine zweites, besonders schickes Modell „Bauhaus“ fand einen Platz unter der Dachrinne nahe der Dachterrasse. Interessenten ließen nicht lange auf sich warten. Das Bauhaus belegen Kohlmeisen, im Fallrohr-Kasten ist ein Blaumeisen-Paar fleißig beim Nestbau.

Gegenüber im Efeu-bewachsenen Zaun nistet ein Amselpaar. Frau Amsel durchscharrt täglich meine Beete nach Nahrung. Die wild herumgeworfenen Holzhäcksel, Steinchen und Blätter entsprechen nicht so ganz meinen Vorstellungen, doch ich nehme es hin und schubse das wildeste zurück ins Beet.

Viele Gärten sind eben zu aufgeräumt, deshalb finden Vögel dort wenig Nistmaterial und Futter. Ein wenig Unordnung ist also gut für die Tierwelt. Wenn man Verblühtes über Winter stehen lässt, haben nicht nur Insekten Unterschlupf, auch Vögel finden dürre Halme und Pflanzenwolle für den Nestbau. Seltener finden sich im Garten Tierhaare, Federn und Wolle. Deshalb habe ich 2 Vogelfutterhalter mit Schafwolle gefüllt. Die Meisen konnte ich beim eifrigen Zupfen an den Wollfasern beobachten. In unmittelbarer Nachbarschaft wohnen Sperlinge, Hausrotschwänze und Stare, die haben hoffentlich auch etwas davon.

Ungebetene Futterabnehmer

Auch auf unserer Dachterrasse hatte ich im Dezember Vogelfutter platziert (wie im Hausgarten). Anfangs blieb es unberührt, nach und nach wurde es weniger, doch nie bekam ich einen Vogel zu Gesicht. Aus purer Neugier installierten wir eine Wildkamera.

Und siehe da: Mäuse! :-o Ich hatte es schon befürchtet. Was sind das für geschickte Kletterer, sie erklimmen den Hirtenstab aus rostigem Eisen mühelos. In der Nacht 24./25.01. wurde 3 mal Mäusebesuch aufgezeichnet. Hier Aufnahmen der Wildkamera, Mäuse eingefärbt:

Die kleinen Nager sind zwar putzig anzuschauen, füttern wollte ich sie jedoch nicht, schon gar nicht auf der Terrasse. Jetzt ist das Futter entfernt. Kein einziger Vogel kam der Wildkamera vor die Linse, schade.
Als nächstes werde ich die Kamera am Futterhäuschen im Hausgarten installieren. Mal schauen, ob da auch Mäuse vorbeikommen.

Vogelfutter

Premiere in Sachen Vögel füttern: ein Vogelhäuschen für Fettblöcke hat einen Platz im Hausgarten bekommen. Beim Nabu/LBV besorgte ich extra gutes Fettfutter mit Insekten, Nüssen und Früchten. Leider hat bisher kein Vogel die Einladung angenommen … vielleicht ist das Futter beim Nachbarn doch besser? Das neue Nahrungsangebot muss wohl erst noch entdeckt werden, hoffe ich.

Update 17.01.2020: Mittlerweile ist unser Futterhaus entdeckt worden, Meisen konnte ich schon beobachten.

Veränderliche Krabbenspinne mit Beute

Fieser, raffinierter Trick: Farbe auf exakt das Taglilien-Gelb einstellen und Zack, Biene beim Pollensammeln zur Strecke bringen.

Die Weibchen der Veränderlichen Krabbenspinne (Misumena vatia) können ihre Körperfarbe andern in weiß, gelb oder grünlich – perfekte Tarnmethode. Für Feinde und Opfer wird sie dadurch unsichtbar. Ich habe sie auch erst auf den zweiten Blick entdeckt, anfangs sah ich nur die leblos unter der Lilienblüte hängende Biene.
Krabbenspinne heißt sie wegen ihrer Ähnlichkeit mit einer Krabbe durch die langen Vorderbeine, mit denen sie ihre Beute packt. Dann injiziert sie Gift und saugt das Beutetier aus. Sie erbeutet Fliegen, Hummeln und Bienen, auch vor Hornissen und großen Schmetterlingen soll sie nicht zurückschrecken.

Blaue Holzbiene

Die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) ist eine Biene der Gattung der Holzbienen – auch Große Holzbiene oder Blauschwarze Holzbiene genannt.
Mit einer Körperlänge von 22 bis 28 mm ist sie die größte bei uns anzutreffende Bienenart. Sie hat einen schwarzen hummelähnlichen Körper und schwarze Flügel, die bei entsprechendem Lichteinfall blau schillern.
Im Mittelmeerraum ist die Blaue Holzbiene eine der häufigsten Bienenarten. In Mitteleuropa trifft man sie in wärmebegünstigten Lebensräumen an – durch das zunehmend wärmere Klima kommt diese Biene mittlerweile häufiger in unseren Breiten vor. Die Blaue Holzbiene lebt solitär und gilt als standorttreu. Sie besiedelt sonnige Plätze und benötigt Totholz als Nistmöglichkeit.

Auf unserer Terrasse holte sie geschickt den Nektar aus den Kelchen von Geißblatt-Blüten.

Moschusbock

Gegen Abend an schwarzen Johannisbeeren gefiel es dem Moschusbock. Sein Körper schimmerte metallisch bronzefarben in der Abendsonne. Der Moschusbock (Aromia moschata) ist eine Käferart der Familie der Bockkäfer, als einziger in Europa heimischer seiner Gattung. Sein Name rührt von einem stark moschusartig riechenden Sekret her, das er absondern kann. Die Käfer erscheinen in den Sommermonaten Juni bis August meist an Doldenblüten und ernähren sich von deren Pollen. Sie nehmen auch den Saft von Bäumen auf.

Hier muss es sich um ein männliches Exemplar gehandelt haben, erkennbar an den sehr langen Fühlern. Wobei dieser bereits den vorderen Teil seines rechten Fühlers eingebüßt hat.