Winterlektüre: Tage des Gärtners

Ansprechend gebunden, typografisch hochwertig und mit sehr schönen Illustrationen kommt das Buch „Tage des Gärtners – Vom Glück, im Freien zu sein“ von Jakob Augstein daher. Er erzählt von seinem „Garten und allem, war darin ist. Nicht mehr und nicht weniger.“

Es war eine Freude dieses originelle, humorvolle und sehr subjektive Buch zu lesen. Einige bedauerliche Ansichten und Vorgehensweisen des Herrn Augstein will ich ihm auf Grund des so unterhaltsamen Lesevergnügens nachsehen. So ist sein unentspanntes Verhältnis zu vermeintlichen Schädlingen und Unkräutern für Freunde des naturnahen, nachhaltigen Gärtnerns eher unverständlich. „Herrschaft, Kontrolle, Ordnung …“ – dementsprechend schreitet er hemmungslos zum Einsatz von Chemie. Oder er unternimmt jeden Herbst übermenschliche Anstrengungen um ca. 2000 Blumenzwiebeln zu vergraben, die in seinem Garten nur eine Saison zu überleben scheinen. Mit der zum Standort passenden Sortenwahl kann man sich diese jährliche Mühe locker ersparen und wird trotzdem im Frühjahr mit Blüten belohnt.
Dessen ungeachtet, sehr empfehlenswerte Lektüre.

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